Schweißtreibende Einsatzübung im Altenheim

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RÖTHENBACH – Diese Einsatzübung am 10. April dürfte nicht nur den Rettungskräften von Feuerwehren und Bayerischem Roten Kreuz die Schweißperlen ins Gesicht getrieben haben, sondern auch dem Personal im Altenheim St. Michael in der Randstraße. Denn diese wussten nichts von der Übung und waren plötzlich mit einem Alarm der installierten Brandmeldeanlage konfrontiert. Heim- und Einsatzleitung wollten damit unter möglichst realen Bedingungen den Ernstfall üben.

Der Fachbereich Brand und Kommandant Martin Knorr hatten sich in Abstimmung mit der BRK-Bereitschaft Röthenbach und der Heimleiterin Ute Streng das Szenario für einen größeren Einsatz ausgedacht. Im Kellergeschoss wurde ein Umkleideraum künstlich verqualmt, so dass die Brandmeldeanlage auslöste und im Haus Feueralarm gegeben wurde. Damit wurden gemäß Übungsplan die Feuerwehren Röthenbach, Haimendorf und Renzenhof sowie das BRK Röthenbach zum Altenheim beordert und begannen mit der Brandbekämpfung. Unklar war zu diesem Zeitpunkt, ob sich noch Personen im Brandbereich aufhalten. Parallel zum Löschangriff wurde daher auch eine ausgiebige Suche eingeleitet, in deren Verlauf zwei Personen aus dem verrauchten Bereich gerettet werden mussten. Zu Verzögerungen kam es, als während ein Atemschutzgeräteträger während des Löschangriffs im Gefahrenbereich zusammenbrach und durch seinen Kollegen und den bereitstehenden Sicherheitstrupp gerettet werden musste.

Eine besondere Herausforderung für alle Einheiten war eine angenommene Brandausbreitung und weitere Einsatzaufträge, die in rascher Abfolge hinzukamen. So musste die Wasserversorgung durch zwei Schlauchleitungen aus dem nahen Röthenbach sichergestellt und drei weitere Personen gerettet werden – zwei Bewohner und ein im Gelände verunfallter Feuerwehrkamerad. Zum Einsatz kamen hier sowohl die Drehleiter, als auch tragbare Leitern und eine Schaufeltrage. Die insgesamt sechs Verletzten wurden von den Feuerwehren an das BRK übergeben, das die weitere medizinische Behandlung übernahm.

Kommandant Martin Knorr lobte im Anschluss die gute Zusammenarbeit, betonte aber auch, dass die Übung einige Punkte gezeigt habe, an denen man noch arbeiten müsse und werde. „Genau dafür sind solche Übungen da.“ Auf Einladung von Ute Streng konnten sich alle Einsatzkräfte nach getaner Arbeit in der Kantine noch einmal stärken – ein herzliches Dankeschön für diese Gastfreundschaft!

Auf der Rückfahrt zum Gerätehaus kam das Einsatzleitfahrzeug noch zu einer Unfallstelle am Kinoberg hinzu. Gemeinsam mit der Besatzung des Rüstwagens, die von der Feuerwache anrückte, dauerte dieser Einsatz zweieinhalb Stunden und damit bis Mitternacht. Die Feuerwehr übernahm auf Anordnung der Polizei die Ausleuchtung der Unfallstelle für einen Gutachter und unterstützte bei den Bergungsarbeiten.

Bericht & Bilder: FF Röthenbach