Geschichte des Blumenfests

zurück

Im Sommer des Jahres 1929 bewegte sich ein erster, noch bescheidener, eher improvisierter Zug geschmückter Handwagen, Kinderwagen und Fahrräder durch Röthenbachs Hauptstraße. Die Mitglieder des Kleingärtnervereins „Flora“ zeigten ihre Zuchterfolge bei Gemüse, Kleintieren und Blumen und feierten so ihre Art des Erntedankfestes. Gärtnermeister Georg Zimmermann, der Vorsitzende der 1927 gegründeten „Flora“, war Initiator des ersten „Blumenfestes“.

Die Resonanz auf diesen Umzug war bei Mitgliedern und Bevölkerung so groß, dass man beschloss, jedes Jahr ein solches Fest zu veranstalten.

Im Laufe der Jahre wurden die Wagen größer, die Motive bunter, die Gruppen zahlreicher: Nach dem 2.Weltkrieg beteiligten sich immer mehr Röthenbacher Vereine am Blumenfest, und aus dem Vereinsfest war ein Fest der Vereine, ein Heimatfest geworden, das heute weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und beliebt ist. Bis zu 50.000 Besucher finden sich alljährlich ein, um die rund 30 Motivwagen und die vielen Marschgruppen, Kapellen und anderen Attraktionen zu bestaunen und mit den Röthenbachern zu feiern.

Koordiniert wird dieses Großereignis vom Vereinskartell, der 1953 gegründeten Dachorganisation der Röthenbacher Vereine. Hier legt man die Zugfolge fest, stellt das Programm der fünf Festtage zusammen, lädt die auswärtigen Vereine und Organisationen ein, bucht Kapellen und Bands, ordert das Feuerwerk und den Festwirt, bestellt die Dahlien in Holland. Übrigens können die Blumen mit den großzügigen Spenden der Röthenbacher Bevölkerung bezahlt werden.

Heutzutage feiert Röthenbach mit seinen Gästen das Blumenfest am jeweils letzten Sonntag im August und –weil es so praktisch ist- seine Kärwa (Kirchweih) gleich mit.

Geschichte_Blumenfest1     Geschichte_Blumenfest2