Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutzes Covid 19

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Vielleicht habt ihr euch schon gewundert, dass bei unseren Einsatzberichten ab und zu eine oder mehrere Einsatznummern übersprungen wurden.

Hier die Aufklärung: Feuerwehr in Zeiten der Pandemie

Covid-19 kam über die Welt und hat das Leben aller grundlegend beeinflusst. Auch an der Feuerwehr ging das natürlich nicht spurlos vorbei. Die Gemeinschaft, das gesellige Zusammensein, die gemeinschaftlichen Übungen, das gesamte Vereinsleben lag auf einmal still. Trotzdem waren wir natürlich allzeit bereit, um für unsere Mitbürger da zu sein.

Es gab Herausforderungen, die gemeistert werden mussten. Die Einsatzbereitschaft wurde selbstverständlich aufrechterhalten und zeitgleich mussten alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Viele neuen Dinge mussten und müssen bei Einsätzen beachtet werden. Wie geht man bei Einsätzen vor, bei denen Personen mit Covid-Verdacht involviert sind? Zügig wurde hier ein Konzept erarbeitet, welches den Einsatzbetrieb sicherstellt und dabei alle Hygienevorschriften so gut wie möglich berücksichtigt. So wurden Masken an die Mannschaft verteilt, die Fahrzeuge wurden nicht mehr komplett besetzt und auch zum Einsatz selbst fuhr nur ein kleiner Teil der Mannschaft, während der Rest in der Feuerwache auf Anweisungen wartete.

Aber auch Positives konnte hier berichtet werden. Aufgrund des vermehrten Home-Office und der Kurzarbeit waren überdurchschnittliche viele Kameraden tagsüber vor Ort.

Nachdem nun der erste wichtige Schritt gemacht war, gab es natürlich noch weitere Herausforderungen. Man musste im Rahmen des Katastrophenschutzes Versorgungsfahrten übernehmen. Immerhin 39 an der Zahl. Dabei kamen hauptsächlich unsere Gerätewagen Logistik (Florian Röthenbach 91/55/1) und unser Mehrzweckfahrzeug (Florian Röthenbach 91/11/1) mit Besatzung im ganzen Landkreis zum Einsatz. So wurden zu Beginn des Katastrophenschutz-Einsatzes Betten von Nürnberg ins Klinikum Hersbruck transportiert. Im weiteren Verlauf wurden Desinfektionsmittel, Masken, Handschuhe und Einweg-Schutzanzüge vom Zentrallager des Landkreises Nürnberger Land in Diepersdorf im kompletten Landkreis an Ärzte und sonstige Einrichtungen verteilt. Zwei Kameraden der Feuerwehr Röthenbach arbeiteten an mehreren Tagen in der zentralen Verteilungsstelle und beluden die Fahrzeuge etc. Im Rahmen des Katastrophenschutz-Einsatzes waren Kameraden der Feuerwehr Röthenbach insgesamt 191 Stunden in der Verteilstelle und 329 Stunden im Rahmen der Fahraufträge für unsere Bevölkerung im Dienst. Dies entspricht insgesamt mehr als 60 Arbeitstage (bei 8h/Tag) und all dies ehrenamtlich in der Freizeit neben ihrem normalen Job. Insgesamt wurden dabei 2804 km zurückgelegt.

Um die Einsatzfähigkeit und die nie zu unterschätzende kameradschaftliche Seite aufrecht zu erhalten, musste auch hier ein Konzept erarbeitet werden. Besondere Zeiten benötigen besondere Maßnahmen und Ideenreichtum. Übungen, wie wir sie gewohnt sind, waren schlichtweg nicht möglich. So wurden Überlegungen angestellt, wie wir die Kameraden wieder zusammenbringen können unter Berücksichtigung aller Vorschriften. Ein Übungskonzept wurde erarbeitet, bei dem in Kleinstgruppen mit Abstand und Maske einfache Übungen durchgeführt werden konnten. Ein erster Schritt zurück zum Normalzustand.

Wer hätte gedacht (Stand Mitte August), dass uns die Pandemie auch über den Sommer begleitet? Auch nach den Sommerferien sind wir noch weit von dem altbekannten Normalzustand entfernt. Was die Zukunft bringt? Wir wissen es nicht. Ideenreichtum und gesunder Menschenverstand sind hier gefragt.

Auf was sich unsere Bürgerinnen und Bürger verlassen können: Die Kameraden der Feuerwehr Röthenbach werden weiterhin alles dafür tun, um auf einem hohen Ausbildungsstand zu sein und sind bei Einsätzen allzeit bereit, unseren Mitbürgern zu helfen.

Bitte bleiben Sie gesund!

Jahreshauptversammlung 2020

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RÖTHENBACH – Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach am 10.01.2020 konnte Kommandant Martin Knorr in der Feuerwache neben 1. Bürgermeister Klaus Hacker auch eine Vielzahl von Stadträtinnen und Stadträten, sowie die stellvertretende Landrätin Cornelia Trink willkommen heißen. Willkommen hieß er auch das Ehrenmitglied Günther Steinbauer, den Ehrenkommandanten und Kreisbrandmeister Klaus Keim, die beiden Kommandanten der Ortsteilwehren aus Haimendorf, Kommandant Karsten Wiesner, mit seinem Stellvertreter Michael Wenzel und aus Renzenhof Kommandant Uwe Hartmann, sowie passive und fördernde Mitglieder. Insgesamt folgten 104 Personen der Einladung.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder konnte der Kommandant der Röthenbacher Wehr auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurückblicken. In seinem Bericht ging er auf die Einsätze, Übungen und Ausbildungen, die Jugendfeuerwehr, sowie die zahlreichen Aktivitäten des Feuerwehrvereins und das weitere Geschehen ein. Bevor er auf Einzelheiten einging, bedankte er sich bei den Bürgermeistern, dem Stadtrat, der Stadtverwaltung, sowie den Stadtwerken für die aufgeschlossene und konstruktive Zusammenarbeit im abgelaufen Jahr.

Im vergangenen Jahr hieß es 162 mal „Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Röthenbach“. Diese stattliche Zahl setzte sich aus 54 Brandeinsätzen, 89 technische Hilfeleistungen, 5 ABC-(Gefahrgut) Einsätzen, 5 sonstigen Tätigkeiten, sowie 9 Sicherheitswachen zusammen. Bei diesen Einsätzen kam es zu einer beachtlichen Einsatzdauer von knapp 320 Stunden, was bei durchschnittlich 12 Feuerwehrleuten pro Einsatz einer Summe von ca. 3800 Einsatzstunden entspricht. Die enorme Höhe an Einsatzstunden resultiert zu einem gewichtigen Teil aus dem Einsatz anlässlich der Schneekatastrophe in Berchtesgarden. So dankte Kommandant Martin Knorr der Mannschaft für die jederzeitige Einsatzbereitschaft, sowie der zusätzlichen Teilnahme an Übungen, Sonderausbildungen, Vereinstätigkeiten, Kameradschaftspflege, Wartung der Ausrüstungsgegenstände und Pflege der Fahrzeuge. Um diese Einsätze bewältigen zu können und technisch auf dem aktuellen Stand zu sein, sind Neuanschaffungen unumgänglich. Hier bedankte sich Kommandant Martin Knorr nochmals explizit bei Bürgermeister Klaus Hacker und den Damen und Herren des Stadtrates, die alljährlich die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen um die benötigten Ausrüstungsgegenstände zu beschaffen.

Die gesellschaftlichen Aktivitäten kamen auch im Jahr 2019 nicht zu kurz. So beteiligte sich die Feuerwehr am Weihnachtsmarkt, stellte eine Marschgruppe beim Blumenfest und war bei zahlreichen weiteren Veranstaltungen der Stadt aktiv.

In seinem Bericht ging Kommandant Martin Knorr noch ausführlich und detaillierter auf erfolgte Beschaffungsmaßnahmen, abgelegte Leistungsprüfungen, Veranstaltungsbeteiligungen, Einsatzberichte, bestandene Lehrgänge und Kameradschaftspflege ein.

Besonders hervorzuheben ist hierbei die Modernisierung der Feuerwache. Unter anderem wurde die Waschanlage fertig gestellt, eine neue Abgasabsauganlage installiert und die Hallentore ausgetauscht.

Auch unsere Jugendfeuerwehr hatte 2019 wieder ein ereignisreiches Jahr. So absolvierten Sie zahlreiche Übungen und zeigten ihr Können unter anderem am Berufsfeuerwehrtag.

Im Anschluss überbrachte der 1. Bürgermeister Klaus Hacker die herzlichsten Grüße der Stadt und des Stadtrates. Er dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger. Besonders bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Kommandanten Martin Knorr und der Stadt Röthenbach. Die Unterstützung der Stadt sicherte er der Feuerwehr auch weiterhin zu und brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die Feuerwehrmänner stets gesund und wohl behalten wieder von den Einsätzen zurückkommen mögen. Besonders erfreut zeigte er sich über die Jugendfeuerwehr, welche er extra noch lobend hervorhob.

Anschließend gab es einen Rückblick auf die finanziellen Geschehnisse des vergangenen Jahres und die einstimmige Entlastung des Kassiers.

Erfreut zeigte sich der Kommandant Martin Knorr, als er die Feuerwehrmänner Christian Werner und Lukas Neumeyer für ihre 10 Jahre aktiven Dienst, sowie Dietmar Steger und Harald Rist für 40 Jahre aktiven Dienst auszeichnen konnte. In seiner Laudatio ging er auf den „Feuerwehr-Lebenslauf“ der Kameraden ein und bedankte sich herzlich für die aktive Unterstützung und ihre Einsatzbereitschaft.

Das die intensive und gute Ausbildung Früchte trägt, wurde deutlich, als der Kommandant 42 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden zu bestandenen 15 Lehrgängen gratulieren konnte.